Dienstleistung
Kaminsanierung im Kanton Aargau
Gemauerte Kamine fachgerecht sanieren — mit Innenbeschichtung, Edelstahlrohr oder keramischer Auskleidung.
Warum eine Kaminsanierung?
Gemauerte Kamine altern. Über die Jahre greifen Russ, aggressive Abgase, Kondensat und Temperaturwechsel das Mauerwerk an. Feine Risse entstehen, die sich mit der Zeit vergrössern. Die Folgen: Abgase können in Wohnräume gelangen, Feuchtigkeit dringt in die Bausubstanz ein, und der Brandschutz ist nicht mehr gewährleistet.
Eine Kaminsanierung behebt diese Schäden und stellt den ordnungsgemässen, sicheren Betrieb wieder her. Die Sanierung muss den Brandschutzvorschriften der VKF und den Bestimmungen der Aargauischen Gebäudeversicherung (AGV) entsprechen.
Achtung: Ein unsanierter, beschädigter Kamin kann zu Kohlenmonoxid-Vergiftungen, Kaminbränden und Gebäudeschäden führen. Bei Anzeichen wie feuchten Stellen, Russgeruch oder braunen Verfärbungen an der Wand sollten Sie umgehend handeln.
Sanierungsmethoden
Je nach Zustand des Kamins, Heizsystem und baulichen Gegebenheiten kommen unterschiedliche Verfahren infrage:
1. Edelstahlrohr-Einzug (Rohr-in-Rohr)
Ein flexibles oder starres Edelstahlrohr wird in den bestehenden Kaminzug eingezogen. Diese Methode ist besonders geeignet bei:
- Versottung und Feuchtigkeitsschäden
- Umstellung auf Brennwert-Heizungen (Öl oder Gas)
- Undichtigkeiten im gemauerten Kamin
- Mehrfachbelegung eines Kamins (mehrere Heizgeräte)
Vorteile: Kein Abbruch, schnell ausgeführt (oft 1 Tag), säure- und kondensatbeständig, lange Lebensdauer.
2. Innenbeschichtung (Schleuderverfahren)
Ein keramischer Spezialmörtel wird mit einem rotierenden Schleuderkopf an die Innenwand des Kamins aufgetragen. Das Verfahren eignet sich für:
- Leichte bis mittlere Schäden am Mauerwerk
- Glättung und Abdichtung der Innenwand
- Kamine mit begrenztem Querschnitt
Vorteile: Keine Querschnittsverkleinerung, fugenlose Auskleidung, gute Wärmedämmung. Trocknungszeit beachten (2–3 Tage).
3. Keramische Auskleidung
Keramik-Innenrohre werden in den Kamin eingeschoben. Diese Methode wird seltener angewandt, eignet sich aber für Spezialfälle mit hohen Anforderungen an Temperaturbeständigkeit.
Ablauf einer Kaminsanierung
- Kaminkontrolle: Der Fachbetrieb prüft den Kamin mit Kameratechnik und erstellt einen Zustandsbericht.
- Sanierungsempfehlung: Auf Basis des Zustandsberichts wird die optimale Sanierungsmethode bestimmt.
- Offerte: Sie erhalten eine detaillierte Offerte mit Beschreibung der Arbeiten und Kosten.
- Sanierung: Der Fachbetrieb führt die Arbeiten aus — meist an einem Tag.
- Abnahme: Der Feuerungskontrolleur nimmt die sanierte Anlage ab und bestätigt die Konformität mit den Brandschutzvorschriften.
Gut zu wissen: Die Aargauische Gebäudeversicherung (AGV) verlangt bei Heizungsersatz in der Regel eine Prüfung der Abgasanlage. Eine Sanierung vor dem Heizungswechsel spart Zeit und Kosten.
VKF-Brandschutzvorschriften
Die Brandschutzvorschriften der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) legen fest, dass:
- Abgasanlagen dicht, betriebssicher und brandsicher sein müssen
- Brandschutzabstände zu brennbaren Bauteilen eingehalten werden
- Kamine regelmässig durch den Feuerungskontrolleur geprüft werden
- Sanierungen nach anerkannten Regeln der Technik ausgeführt werden
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